Vergleich
Outlook-Terminumfrage mit Externen: was Microsoft kann, und was einfacher geht
Im Büro ist die Outlook-Terminumfrage praktisch: Outlook kennt die Kalender der Kolleginnen und schlägt gleich passende Zeiten vor. Schwierig wird es, sobald Leute von außen mitplanen, etwa im Verein, im Elternbeirat oder im Projekt mit Ehrenamtlichen, oder wenn du gar kein Geschäftskonto hast. Hier steht, was die Planungsabfrage, Teams und Microsoft Forms laut Microsoft können, und wann ein einfacher Link die bessere Wahl ist.

Die Outlook-Terminumfrage kurz erklärt
Microsoft nennt die Funktion mal Planungsabfrage, mal Planungsumfrage oder Terminplanungsumfrage; gemeint ist dasselbe. Wer noch FindTime kennt: Das Outlook-Add-In wurde, wie Microsoft im Juli 2022 angekündigt hat, durch die Planungsumfrage ersetzt. Laut Microsoft-Support:
- Nur mit Geschäftskonto. Wer die Umfrage anlegt, braucht ein Postfach in Microsoft 365 Exchange Online; die Funktion gibt es für Microsoft 365 Apps for Business und Unternehmenspläne mit Exchange Online. Für Outlook.com-Privatkonten sowie Gmail-, Yahoo- und andere POP- oder IMAP-Konten wird sie nicht unterstützt, ebenso wenig für lokale Exchange-Server und freigegebene Postfächer.
- Outlook schlägt Zeiten vor. Du wählst Teilnehmende, Dauer und Datum; Outlook prüft die Kalender in deiner Organisation und schlägt Zeiten vor. In eine Umfrage passen bis zu 15 Zeitoptionen, Microsoft empfiehlt drei bis fünf.
- Abgestimmt wird mit Bevorzugen, Ja oder Nein, aus der Einladungs-E-Mail, dem Kalender oder über eine sichere Webseite.
- Externe stimmen nur über diese Webseite ab. Der Link steht in der Einladungs-E-Mail. Hat die Orga „Teilnehmer zur Überprüfung ihrer Identität erforderlich“ eingeschaltet, melden sich Externe mit einem Geschäfts-, Schul- oder Unikonto an oder lassen sich einen Prüfcode per E-Mail schicken.
- Teilnehmende können die Umfrage nicht weiterleiten. Nur die Orga fügt Leute hinzu oder entfernt sie.
- Platzhalter im Kalender. Für jede Zeitoption werden vorläufige Termine in die Kalender gesetzt und wieder entfernt, sobald die Orga den endgültigen Termin wählt.
Und Teams oder Microsoft Forms?
Umfrage in Teams
Mit der Umfragen-App erstellst du in einem Teams-Chat oder Kanal eine Abstimmung: Frage, mindestens zwei Antworten (in der mobilen App bis zu zehn), auf Wunsch Mehrfachauswahl. Die Ergebnisse laufen über Microsoft Forms. Für „Dienstag oder Donnerstag?“ im Team reicht das. Wer nicht im Chat oder Kanal ist, stimmt aber nicht mit ab, und die Termine musst du auch hier vorher selbst festlegen.
Terminfindung mit Microsoft Forms
Forms ist ein Formular-Werkzeug, kein Terminplaner. Du meldest dich mit einem Microsoft-365-Geschäfts- oder Schulkonto oder einem privaten Microsoft-Konto an und baust die Umfrage selbst, etwa mit einer Frage vom Typ „Auswahl“, in der jeder Termin eine Option ist. Mit „Jeder kann antworten“ können auch Leute außerhalb deiner Organisation ausfüllen; Namen aufzeichnen lassen sich laut Microsoft aber nur bei Antwortenden aus der eigenen Organisation. Externe müssten ihren Namen also in ein Textfeld schreiben, und eine Übersicht „wer kann wann“ musst du dir aus der Auswertung selbst zusammenbauen.
Wo es mit Externen hakt
Die Planungsabfrage ist für Besprechungen in einer Firma gebaut. Ihre Stärke, der Blick in die Kalender der Kolleginnen, hilft bei Externen nicht: Deren Kalender kennt Outlook nicht. Für sie bleibt eine Webseite mit festen Optionen, die nur per E-Mail-Einladung kommt, unter Umständen mit Prüfcode. Typische Fälle, in denen das bremst:
- Der Verein. Du hast über die Arbeit ein Microsoft-365-Konto, der Vorstand aber nutzt private Adressen und lebt in einer WhatsApp-Gruppe. Eine Einladung pro Person, jede mit E-Mail, ist dort ein Fremdkörper.
- Elternbeirat und Ehrenamt. Wer nur Gmail oder ein privates Outlook.com-Konto hat, kann selbst keine Planungsabfrage anlegen.
- Gemischte Projektgruppen. Kolleginnen plus Freiberufler plus Kunde: Die Einladung darf niemand weiterleiten, und wer neu dazukommt, muss von der Orga nachgetragen werden.
- Die offene Frage. Bis zu 15 Optionen klingen viel, sind aber nur drei Tage mit je fünf Startzeiten. Wenn noch niemand weiß, welche Woche überhaupt geht, rät man.
Die Alternative: ein Link für alle
Bei whenfor.us brauchst du weder Geschäftskonto noch Postfach, und die anderen auch nicht. Du legst den Rahmen fest, etwa „Nächste Woche, 17 bis 21 Uhr“, und bekommst einen Link. Den schickst du dahin, wo deine Leute ohnehin sind: in die WhatsApp- oder Signal-Gruppe, in den Teams-Chat, per Mail. Jede Person öffnet ihn im Browser, gibt einen Namen ein und zieht mit dem Finger oder der Maus über die Zeiten, in denen sie kann. Weiterleiten ausdrücklich erlaubt.
Eine Heatmap zeigt die Überschneidung, und ein Satz nennt den besten Termin, zum Beispiel „passt für 9 von 11“. Du tippst auf „Termin festlegen“, alle sehen „Abgemacht!“, und es gibt eine Kalenderdatei, die in Outlook genauso funktioniert wie in Google Kalender oder auf dem iPhone.
| whenfor.us | Outlook-Planungsabfrage | |
|---|---|---|
| Wer sie anlegen kann | Alle, ohne Konto | Nur mit Exchange-Online-Postfach (Microsoft 365 Business/Unternehmen) |
| Wie Externe teilnehmen | Link öffnen, Namen eingeben | Über die Webseite aus der Einladungs-E-Mail, ggf. mit Prüfcode |
| Einladen | Link überall teilen, auch weiterleiten | Per E-Mail; nur die Orga fügt Leute hinzu |
| Format | Freie Zeiten im Raster eintragen | Bis zu 15 vorgeschlagene Zeiten, Ja/Nein/Bevorzugen |
| Kalender der Gruppe | Kennt keine Kalender | Prüft Kalender in deiner Organisation, setzt Platzhalter |
| Kosten | Kostenlos, ohne Werbung | In Microsoft-365-Plänen für Unternehmen mit Exchange Online enthalten |
Wann Outlook die bessere Wahl ist
- Besprechungen in der Firma. Wenn alle im selben Microsoft 365 arbeiten, spart der Blick in die Kalender viel Arbeit: Outlook schlägt Zeiten vor, an denen möglichst viele frei sind, und reserviert sie mit Platzhaltern.
- Teams-Besprechung inklusive. Der fertige Termin kommt mit Raum, Agenda und Teams-Link direkt in alle Kalender.
- Identität zählt. Wenn sicher sein muss, dass wirklich die eingeladene Person abstimmt, bietet die Planungsabfrage die Überprüfung per Konto oder Prüfcode. Bei whenfor.us gibt jede Person nur einen Namen ein.
Für alles außerhalb der Firma, also Verein, Stammtisch, Elternabend oder die Runde mit Ehrenamtlichen, ist ein Link ohne Konto meist schneller. Mehr dazu auf der Seite für den Verein, im Ratgeber Terminfindung in der Gruppe und im Vergleich mit der klassischen Terminumfrage in der Doodle Alternative.
Häufige Fragen
Können Externe an einer Outlook-Terminumfrage teilnehmen?
Ja. Laut Microsoft stimmen Personen außerhalb deiner Organisation über die sichere Webseite ab, deren Link in der Einladungs-E-Mail steht. Hat die Orga die Identitätsprüfung eingeschaltet, melden sie sich mit einem Geschäfts-, Schul- oder Unikonto an oder bestätigen sich mit einem Code per E-Mail.
Geht die Planungsabfrage mit einem privaten Outlook.com-Konto?
Nein. Laut Microsoft-Support wird die Terminplanungsumfrage für Outlook.com-Privatkonten sowie Gmail-, Yahoo- und andere POP- oder IMAP-Konten nicht unterstützt. Wer sie anlegt, braucht ein Postfach in Microsoft 365 Exchange Online (Stand Oktober 2026).
Gibt es FindTime noch?
Nein. Microsoft hat im Juli 2022 angekündigt, dass das FindTime-Add-In für Outlook durch die Planungsumfrage ersetzt wird.
Kann ich eine Terminumfrage in Teams erstellen?
Mit der Umfragen-App kannst du in einem Teams-Chat oder Kanal eine Abstimmung mit festen Antworten starten, auch mit Mehrfachauswahl. Abstimmen kann, wer im Chat oder Kanal ist. Einen Überblick, wer wann frei ist, bietet sie nicht.
Eignet sich Microsoft Forms für die Terminfindung?
Bedingt. Du kannst jeden Termin als Option in eine Auswahlfrage schreiben und mit „Jeder kann antworten“ auch Externe einladen. Namen werden laut Microsoft aber nur bei Antwortenden aus deiner Organisation aufgezeichnet, und die Übersicht musst du selbst auswerten.


