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Fürs Klassentreffen

Klassentreffen organisieren: mit dem Termin fängt alles an

„Zehn Jahre Abi – wir müssen was machen!“ Die alte WhatsApp-Gruppe erwacht, alle sind begeistert, und dann diskutieren 60 Leute über Samstage. So kommst du vom ersten Aufruf zum Abend im Lokal, ohne dass die Sache im Chat versandet.

Ehemalige Mitschüler beim Klassentreffen im Restaurant mit einem alten Klassenfoto

Die Reihenfolge, die funktioniert

Fast jede Checkliste fürs Klassentreffen beginnt mit „frühzeitig einen Termin finden“. Das stimmt, aber vorher kommen zwei kleine Schritte, die viel Ärger sparen:

  1. Ein Orga-Team von zwei, drei Leuten. Allein organisiert sich ein Jahrgangstreffen schwer, und mit zehn Leuten im Orga-Team wird es ein Verein. Zwei bis drei, die sich die Arbeit teilen, reichen.
  2. Möglichst viele erreichen. Die alte Klassengruppe wiederbeleben, die Abizeitung durchgehen, auf Instagram, LinkedIn oder Plattformen wie StayFriends suchen, und alle, die man erreicht, fragen: „Hast du noch Kontakt zu …?“ Das ist der mühsamste Teil, und kein Tool nimmt ihn dir ab.
  3. Einen Zeitraum vorgeben, statt offen zu fragen „Wann passt es euch?“.
  4. Den Abend abstimmen lassen, mit einem Link für alle.
  5. Lokal reservieren, sobald der Abend feststeht.
  6. Einladung mit Termin, Ort und Ablauf an alle schicken, auch an die, die nicht abgestimmt haben.

Der richtige Zeitraum

Viele Klassentreffen hängen an einem Jubiläum: 10, 20, 25 oder 30 Jahre nach dem Abi, in Österreich nach der Matura, in der Schweiz heißt es oft Klassenzusammenkunft. Weil viele inzwischen woanders wohnen, lohnt sich ein Blick darauf, wann alle in der alten Heimat sind:

Mit drei bis sechs Monaten Vorlauf bist du gut dabei. Der Zeitraum für eine Abstimmung kann bis zu 31 Tage lang sein und auch Monate in der Zukunft liegen.

Je dunkler das Feld, desto mehr Leute haben Zeit.

So stimmt ihr den Abend ab

  1. Link erstellen. Name: „Klassentreffen Abi 2016“ oder „20 Jahre 10b“. Unter „Tage wählen“ stellst du deinen Zeitraum ein, etwa den 26. Dezember bis 6. Januar.
  2. Abende statt Stunden. Als Uhrzeit „Eigene“ mit 18 bis 24 Uhr, unter „Weitere Optionen“ Zeitfenster von 3 Stunden. So markieren alle zwei Blöcke pro Abend; wer den ganzen Abend kann, markiert beide. Ganze Tage oder Wochenenden lassen sich nicht abstimmen, für ein Klassentreffen am Abend braucht ihr das aber auch nicht.
  3. Notiz dazuschreiben. Was schon feststeht: die Stadt, ob ihr ein Lokal im Blick habt, ob Partner mitkommen, ob es eine Schulführung geben soll.
  4. In die Gruppe schicken, mit Frist („bis Ende des Monats“) und der Bitte, den Link an alle weiterzugeben, die nicht in der Gruppe sind. Wer per Mail oder SMS gefunden wurde, bekommt ihn genauso.
  5. Heatmap ansehen. Je dunkler ein Feld, desto mehr Leute können. Der Satz ganz oben sagt dir, welcher Abend für die meisten passt.
  6. Festlegen. Alle sehen „Abgemacht!“ mit den Namen derer, die können, und übernehmen den Termin mit einem Tipp in den Kalender – praktisch, wenn das Treffen erst in vier Monaten ist. Für die Gruppe bekommst du ein Bild und eine fertige Nachricht.

Der Button füllt die nächste Woche vor. Das passt für das erste Treffen des Orga-Teams. Für den großen Abend stellst du unter „Tage wählen“ einfach deinen Zeitraum ein.

Tipps fürs Klassentreffen

Nur ein Name, keine Adresse

Viele zögern, wenn sie für ein Klassentreffen irgendwo Daten hinterlassen sollen. Hier braucht niemand ein Konto oder eine E-Mail-Adresse, ein Name reicht. Damit man sich wiedererkennt, hilft der Nachname von damals: „Julia (Becker)“. Sichtbar sind Namen und Zeiten nur für die, die den Link haben. Die Abstimmung ist für Suchmaschinen gesperrt und löscht sich 90 Tage nach ihrem letzten Tag von selbst.

Nicht auf alle warten

Bei 60 oder 80 Leuten gibt es keinen Abend, an dem alle können. Sag das gleich beim Verschicken: Der Abend mit den meisten wird genommen. Wenn alle sehen konnten, wie das Ergebnis zustande kam, gibt es hinterher selten Diskussionen.

Lehrerinnen und Lehrer einladen

Wollt ihr ehemalige Lehrkräfte dabeihaben, schick ihnen denselben Link. Ihre Antwort siehst du in der Liste, und mit einem Tipp auf einen Namen hebst du nur dessen Zeiten im Raster hervor. So erkennst du, ob die Lieblingslehrerin an einem der guten Abende kann.

„Kann“ ist noch keine Zusage

Die Abstimmung zeigt, wer an welchem Abend Zeit hat. Für die Reservierung ist das ein guter Richtwert, aber keine verbindliche Anmeldung. Frag zwei, drei Wochen vorher noch einmal in der Gruppe nach, wer sicher kommt, und gib die Zahl dann ans Lokal weiter. Erinnerungen verschickt whenfor.us nicht, das machst du selbst im Chat.

Das Lokal früh festmachen

Für 40 Leute an einem Samstag zwischen den Jahren ist ein Nebenraum schnell weg. Ruf gleich nach dem Festlegen an. Adresse und Link zum Lokal kommen dann in die Notiz, die du jederzeit ändern kannst.

Wer im Ausland lebt

Der Jahrgang ist über die Welt verteilt? Wer in Kanada oder Australien wohnt, sieht die Zeiten automatisch in der eigenen Zeitzone. Das hilft vor allem bei den Videocalls des Orga-Teams oder wenn sich jemand zum Treffen live zuschaltet.

Grundschule, Realschule, Abi-Jahrgang

Ob die Klasse aus der Grundschule nach 30 Jahren, der Realschulabschluss oder der ganze Abi-Jahrgang mit 120 Leuten: Bis zu 150 Leute passen in eine Abstimmung. Für kleinere Runden, die sich danach regelmäßig sehen wollen, gibt es Tipps unter Stammtisch. Und wie Terminfindung in großen Gruppen allgemein klappt, steht im Ratgeber Terminfindung in der Gruppe.

Häufige Fragen

Gibt es eine App, um ein Klassentreffen zu organisieren?

Für den Termin braucht niemand eine App. Der Link öffnet sich im Handy-Browser, alle geben ihren Namen ein und markieren ihre freien Abende. Kein Konto, keine E-Mail-Adresse.

Wie weit im Voraus sollte man ein Klassentreffen planen?

Drei bis sechs Monate sind ein guter Vorlauf, für ein Treffen zwischen den Jahren lieber schon im Sommer fragen. Eine Abstimmung kann Monate im Voraus liegen.

Können wir ganze Wochenenden abstimmen?

Nein, abgestimmt werden Uhrzeiten an den Tagen, die du auswählst. Für ein Klassentreffen am Abend stellst du zum Beispiel 18 bis 24 Uhr in 3-Stunden-Fenstern ein.

Welche Daten sehen die anderen?

Nur den Namen, den jemand eingibt, und die markierten Zeiten. Sichtbar ist das für alle mit dem Link. Die Abstimmung löscht sich 90 Tage nach ihrem letzten Tag automatisch.

Wie viele können mitmachen?

Bis zu 150 Leute pro Abstimmung, genug für einen ganzen Abi-Jahrgang samt Lehrkräften.